Curirculum Vitae
geboren 1950 in Venedig, studierte dort am Instituto d´Arte Bildhauerei und
Keramik.
In den 90. Jahren übersiedelte sie nach Südtirol, wo sie bis heute in Bozen lebt
und arbeitet als freischaffende Künstlerin.

.
1992
Einladung an San Diego State University, Art Department.
E. G. Jackson Gallery San Diego, USA
1994 Studienaufenthalt an der National Gallery v
Harare, Zimbabwe.
1995 Bildauersymposium v Panavezys, Litauen
1999 Museion präsentiert D.Ch. in Parkhotel
Laurin, Bozen, I
1999 Inngalerie, Kufstein, A
2001 Stadtgalerie Bruneck, spätere Galerie Lenka
T, I
2002 Stadgalerie in Bruneck präsentiert D.Ch. am
Issinger See, Bruneck, I
2002 Tyrolit, Schwaz, A
2002 Galerie Prisma, Bozen, I
2003 Galleria Gagliardi, San Gimignano, I
2004 Galerie Nothburga, Innsbruck, A
2005/6 Ausstellungen in den Krankenhäusern Brixen, Bruneck,
Bolsano, Merano, I
2007 Crash Test, Performance, Galleria Goethe 2,
Bozen, I
2008 Respire, Performance, Galleria Goethe 2,
Bozen, I
2008 Galerie Solaris, Prag, CZ
DANIELA CHINELLATO
KAMINE - TEUFEL - AMIGOS
von Günther Oberhollenzer
Der Issinger Weiher ist im Sommer 2002 bereits zum zweiten Mal ein Ort der
künstlerischen Begegnung. Dieses Jahr heißt die Künstlerin Daniela Chinellato;
ausgestellt werden Keramikarbeiten aus den letzten Jahren.
Kinder haben einen Blick auf die Welt, wie ihn Erwachsene meist verloren haben.
Wir haben es verlernt, mit Kinderaugen zu sehen, voller Neugierde und Phantasie
die Welt zu erkunden oder uns an den kleinen Dingen zu erfreuen. Antoine de
Saint-Exupéry (der Autor von „Der kleine Prinz“) hat einmal gesagt:

„Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen –
aber die wenigsten erinnern sich daran.“
Daniela Chinellato hat es nicht vergessen.
Sie hat sich die Fähigkeit bewahrt, der Welt mit Neugierde zu begegnen; sie
besitzt noch die kindliche Phantasie, sich eine Traumwelt nach ganz eigenen
Gesetzen zu erschaffen.
Es ist dies eine Welt voller bizarrer Häuser und seltsamer Wesen (z.B. kleine
Teufelchen und Gebäude mit Feuer und Hörnern oder anderen Versatzstücken), eine
Welt mit bunten, unwirklich – eben traumhaft – erscheinenden Kaminen und
geheimnisvollen Inschriften (die Schriften sind spiegelverkehrt und wirken wie
Hieroglyphen).
Viele Elemente erinnern dabei an kindliche Zeichnungen. Chinellato ist es aber
gelungen, nicht nur kindliche Stilelemente zu bewahren, sondern sie zu
verfeinern und auch mit neuen Inhalten zu füllen. Es gibt einen schönen Satz von
Picasso:
„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener
einer zu bleiben.“ Chinellato hat auch diese Schwierigkeit gemeistert.
Ihre Keramikarbeiten versprühen eine ungewohnte Magie, eine Magie voller
Geheimnisse und Symbolik (man könnte auch von einer individuellen Mythologie
sprechen) und dennoch ist ein wesentlicher Gedanke leicht entschlüsselbar:
Ihre phantasievolle Kunst erlaubt uns, wenigstens zeitweise aus der uns
umgebenden Realität auszubrechen. So wird diese Landschaft rund um den Weiher zu
einem Rifugium, zu einer imaginären Insel, - einer Insel, die von der
Wirklichkeit umbrandet wird.
Lassen wir uns also von der Künstlerin mitnehmen auf eine Reise und tauchen wir
ein in eine Traumwelt, eine Welt, die uns vielleicht auch an unser eigenes
Kindsein erinnert, eine Welt jedenfalls voller Phantasie und Magie. Wie sagte
bereits Albert Einstein:
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“